Update: 02.04.2020, 14:26 Uhr

Ein Thema dominiert derzeit wie kein anderes die öffentliche Wahrnehmung: das COVID-19 – kurz: Coronavirus. In Österreich, wo am 02. April 2020 insgesamt 10769 Fälle gemeldet wurden, ist soziale Distanzierung nun die Norm. Zahlreiche Büros und Schulen sind geschlossen, ebenso wie Einkaufszentren, Kinos und alle anderen Orte, an denen sich Menschen versammeln könnten.

Mit der Schließung von stationären Geschäften werden immer mehr Verbraucher zum ersten Mal in neuen Kategorien online einkaufen, insbesondere bei Lebensmitteln und Haushaltswaren. So verzeichnen bereits Onlinehändler, die Toilettenpapier, Atemmasken, Nudeln und Konserven verkaufen, aufgrund des Coronavirus erhebliche Umsatzzuwächse. Langfristig befürchten jedoch viele Onlinehändler, dass sich das Coronavirus negativ auf ihre Einnahmen im Jahr 2020 sowie auf den ganzen Onlinehandel auswirken wird.

Coronavirus vs. E-Commerce: Status Quo

Das Coronavirus (offizielle Bezeichnung: SARS-CoV-2), das die neuartige Lungenerkrankung COVID-19 verursacht, breitet sich ohne Halt über die ganze Welt aus – und Onlinehändler fragen sich: Wie wird sich das Coronavirus auf meinen Onlineshop auswirken?

Großveranstaltungen und Messen werden verschoben oder gänzlich abgesagt. Viele Onlinehändler verzeichnen rekordverdächtige Verkaufszahlen bei Produkten, die mit der Grippe in Zusammenhang stehen, wie z.B. Reinigungsmittel und Gesundheitsprodukte.

Doch sind die langfristigen Auswirkungen des Coronavirus allerdings immer noch nicht bekannt und so senken bereits viele stationären Einzel- sowie auch Onlinehändler ihre Verkaufsprognosen für das Jahr 2020. Auch sind sich die meisten Onlinehändler, die Ihre Waren in China herstellen oder aus China beziehen, nicht sicher, wie sich die Corona-Krise langfristig auf Ihre Lieferkette oder die Nachfrage nach ihren Produkten auswirken wird.

Ein Großteil der Onlinehändler ist betroffen

Erste repräsentative Zahlen zur Lage innerhalb des Onlinehandels bietet die Anfang März durchgeführte Corona-Studie vom deutschen Händlerbund. So erwarten bzw. verzeichnen bereits 55% der Onlinehändler aufgrund des Coronavirus Einbußen im Tagesgeschäft. 18% der Onlinehändler haben noch keine finale Meinung gebildet, um das vom Coronavirus gelöste Risiko für den Onlinehandel zu bewerten.

Doch eins steht für die meisten Händler fest: Das Vertrauen der Verbraucher in Made in China ist derzeit massiv gestört und 82% aller Onlinehändler erwarten sogar eine Verschlimmerung der Lage. Das Verbrauchervertrauen wird oft als Maß dafür verwendet, wie Verbraucher die Wirtschaft einschätzen.

Coronavirus steigert den Absatz von Gesundheitsprodukten

Gebunkertes Toilettenpapier, Nudeln und Konserven sind uns längst bekannte Bilder aus den Medien, doch diese Hamsterkäufe gibt es nicht nur bei Lebensmitteln. Vor allem scheint eine Online-Branche monetär von der aktuellen Corona-Krise zu profitieren: Versandapotheken.

Versandapotheken wie DocMorris verzeichnen aktuell eine explosionsartig gestiegene Nachfrage nach nicht-verschreibungspflichtigen Medikamenten und Gesundheitsprodukten. Nicht nur, dass der gesamte Markt für Gesundheitsprodukte im Vergleich zum Vorjahr bereits um 12 Prozent gewachsen, auch ist der Umsatz seit Beginn der Corona-Krise mit einem Zuwachs um 61 Prozent explodiert, so der Datendienstleister DatemedIQ.

Besonders interessant ist das Online-Umsatzwachstum bei folgenden Gesundheitsprodukten im Vergleich zum Vorjahr:

  • Desinfektionsmittel: Ausverkauf aufgrund extrem hoher Nachfrage und Lieferschwierigkeiten.
  • Grippemittel: +133% im Vergleich zum Vorjahr.
  • Analgetika: +138% im Vergleich zum Vorjahr.
  • Vitamine: +326% im Vergleich zum Vorjahr.

Anstieg an versandten Paketen seit Freitag, den 13.03.2020

Auch wenn viele Onlinehändler befürchten, aufgrund der aktuellen Corona-Krise eventuelle Umsatz-Einbußen zu verzeichnen, zeigt sich bei der Anzahl an versandten Paketen in Österreich ein positives Wachstum.

So ergab unsere Sendcloud-Analyse interner Kundendaten von mehreren Tausenden von Onlinehändlern, dass seit der Verschärfung der Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus (Freitag, der 13. März 2020) ein deutlicher Anstieg an versandten Paketen in Österreich zu verbuchen ist. Vergleichen wir das Versandvolumen vom letzten Freitag (20. März 2020) mit dem vom Freitag zuvor, beträgt der Anstieg an versandten Paketen ganze +27%.

ANSTIEG VERSANDTER PAKETE I. V. ZUM 13.03.2020

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Corona-Krise als Chance für den Onlinehandel?

Die Corona-Krise wird von einigen Experten auch als Chance für den Onlinehandel gesehen, so auch von den beiden Kollegen Michael Pohlgeers und Christoph Pech aus der OnlinehändlerNews-Redaktion. Grund genug, um das Thema Corona auch im OnlinehändlerNews-Podcast zu besprechen.

Das Coronavirus hält nicht nur die Wirtschaft in Atem, die täglich mit neuen Gewinnwarnungen aufwarten, sondern hat auch erhebliche Auswirkungen auf den Alltag:

  • Supermarktregale sind zum Teil leergeräumt (Hamsterkäufe).
  • Infizierte in Quarantäne und Nicht-Infizierte sind dazu angehalten, zu Hause zu bleiben.
  • Großveranstaltungen werden abgesagt.
  • Fußballspiele finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Kurz gesagt, das gesamte soziale Leben wird auf ein Minimum beschränkt. Wenn auch moralisch sehr schwierig, ist das die große Chance für den Onlinehandel?

Braucht es erst eine Krise, ein Drama, einen Boom, um etwas zu ändern?

Deutschland hängt bekannter Maße weit hinterher, wenn es um das Thema Digitalisierung im Ganzen und Homeoffice im Speziellen geht. In vielen Arbeitskulturen ist Homeoffice noch lange nicht implementiert und falls es in Unternehmen angeboten wird, ist es zum Teil noch nicht richtig etabliert.

Hier zitieren die Michael Pohlgeers und Christoph Pech in ihrem Podcast den Bitkom-Präsidenten Achim Berg.

„Corona ist gleichermaßen Chance wie Aufforderung, Wirtschaft, Verwaltung und Gesundheitswesen noch entschiedener und schneller zu digitalisieren, etwa indem Technologien für Webkonferenzen eingeführt werden und Homeoffice zum Standard wird.“

Kann man nun Corona als Chance für den Onlinehandel sehen? Der Druck, dass sich etwas ändern muss, ist sichtbarer denn je.

Abhängigkeit von China?

China dominiert nicht nur unsere Lieferketten – und das scheint für manch einen nun überraschend zu sein. Aber Billig-Produktion hat seinen Preis: Enorme Abhängigkeit und nun folglich unterbrochene Logistikprozesse, extreme Lieferengpässe und daraus resultierende Sortimentkürzungen auf Seite des Onlineshops. Wirtschaftlich gesehen stehen wir daher vor extremen Herausforderungen. Der E-Commerce ist ein wichtiger Teil der deutschen Wirtschaft und die Abhängigkeit von China wird nun deutlicher denn je.

Was bedeutet das nun für die E-Commerce-Branche?

Es sollte eine einfache Rechnung sein, möchte man meinen. Wenn stationäre Läden geschlossen werden, müssten ja vermehrt Konsumenten nun auf den Onlinekauf ausweichen. In der Realität sieht das allerdings anders aus (s. aktuelle Corona-Studie vom Händlerbund).

Während einige Onlinehändler einen Rückgang an Bestellungen verbuchen müssen, gibt es an anderer Stelle die, die daraus Profit schlagen wollen. Pech und Pohlgeers äußern sich kritisch zu dem Fakt, dass manche Onlinehändler die Not einiger Konsumenten ausnutzen wollen – frei nach dem Motto: Angebot und Nachfrage.

Ebay beispielsweise  reagierte auf die Wucherpreise einiger Produkte mit dem Vermerk auf ihre Richtlinien und Grundsätze. So wird die Missachtung dieser mit Löschen angebotener Artikel oder sogar des Verkäuferaccounts sanktioniert. Den kompletten Podcast Pech&Pohlgeers #2 – Die Corona-Krise als Treiber für Digitalisierung und E-Commerce? finden Sie auf Spotify, Deezer und SoundCloud.

Corona-Krise Österreich: Auf welche Veränderungen müssen sich Onlinehändler einstellen?

Auf welche Veränderungen müssen sich Onlinehändler jetzt einstellen?

Auf welche Veränderungen muss ich mich einstellen? Eine sehr berechtigte Frage, die sich vermutlich jeder Onlinehändler aktuell stellt. Der Händlerbund hat rechtzeitig reagiert und Anfang März 2020 unter 412 Onlinehändlern eine Corona-Studie durchgeführt, um die reale Lage, Stimmung, Veränderungen und Auswirkungen innerhalb des E-Commerce abzubilden. Im Folgenden fassen wir Ihnen einige Händlerstimmen aus der Corona-Studie für einzelne Bereichen zusammen.

Veränderungen im Onlinehandel

  • “Die Preise für andere Produkte sind enorm gestiegen. Wir waren leider dazu gezwungen, unsere Preise anzupassen.”
  • “Die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und Schutzkleidung ist sehr stark gestiegen, leider konnten wir innerhalb kürzester Zeit nicht mehr liefern.”

Veränderungen im Kundenservice

  • “Kunden fragen uns, ob von unseren IT-Produkten ein Infektionsrisiko ausgeht. Das Vertrauen in ‘Made in China’ ist derzeit massiv gestört.”
  • “Die Menschen verabreden sich weniger für Feiern und Geburtstage. 80% weniger Bestellungen als sonst.”
  • “Kunden verlassen schneller die Werkstatt oder verschieben die Termine auf April.”

Veränderungen bei Mitarbeitern

  • “Wir bereiten uns im Projekt ‘Escape’ präventiv vor, dass alle Mitarbeiter zumindest in einem eingeschränkten Notbetrieb aus dem Homeoffice arbeiten können.”
  • “Mitarbeiter arbeiten im Homeoffice, um im Falle einer Quarantäne mit verminderter Belegschaft den Betrieb aufrechterhalten zu können.”

Veränderungen bei Dienstleistern

  • “Ein chinesischer Hauptlieferant in einer nicht betroffenen Region kann liefern, doch es ist fraglich, wann die Container bei uns eintreffen. Das letzte Schiff lag für eine Woche vor Rotterdam.”
  • Da wir zu 95% auf Lieferungen aus China angewiesen sind, gibt es erhebliche Verzögerungen bei Nachbestellungen fast aller Produkte.”

Alle weiteren Ergebnisse der Corona-Studie können Sie auf der Webseite des Händlerbunds nachlesen.

Nicht vergessen: Mögliche Ausgangssperre

Wenn ein Land abgeriegelt wird, gilt für alle dasselbe: Niemand darf auf die Straße, es sei denn, es gibt einen triftigen Grund dafür.

Wenn dies geschieht, sollten Sie mögliche Verzögerungen bei der Zustellung von Paketen und sicherlich auch bei der Bearbeitung von Reklamationen berücksichtigen.

Wenn eine Region innerhalb eines Landes in Quarantäne kommt, bedeutet dies, dass auch Versanddienstleister diese Region nicht mehr erreichen und Abholungen sowie Lieferungen nicht mehr stattfinden können.

Jeder Versanddienstleister kann andere Maßnahmen ergreifen (mehr dazu im nächsten Abschnitt). Seien Sie sich einer möglichen Ausgangssperre in Deutschland bewusst und setzen Sie auf Flexibilität bei ihren angebotenen Versandoptionen und -dienstleistern, damit Sie jederzeit im Notfall zwischen ihnen wechseln können.

Auswirkungen des Coronavirus auf die Logistik-Branche: Wie reagieren Versanddienstleister auf die Corona-Krise?

Nach und nach schließen die Grenzen, bei Lieferungen aus China kommt es zu erheblichen Verzögerungen, Firmen klagen über Mitarbeitermangel aufgrund von präventiven Quarantänen – und doch werden Onlinebestellungen weiterhin erfolgreich zugestellt. Möglich machen dies Logistik-Unternehmen und Versanddienstleister, die jetzt noch intensiver arbeiten, neue Lieferwege erschließen und unsere Waren und Bestellungen transportieren. Doch da stellt sich berechtigterweise die Frage, wie lange noch?

Aktuelle Hinweise österreichischer Paketdienste zum Coronavirus

Im Moment ist die Zustellung von Paketen (noch) nicht direkt von der Corona-Krise betroffen, es kann aber bei einigen Zielen zu Verzögerungen kommen. Bitte besuchen Sie daher regelmäßig die Webseiten der Paketdienste für aktuelle Informationen zu besonders betroffenen Regionen und Sperrzonen. Zum heutigen Stand (02.04.2020) reagieren österreichische Paketdienste wie folgt auf die Corona-Krise.

Corona-Krise: Maßnahmen von DHL Express

Maßnahmen von DHL Express – Auswirkungen des Coronavirus

DHL Express ergreift kontinuierliche Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter, Kunden und Partner und vergewissert, den weltweiten Service so gut es geht aufrechtzuerhalten.

So ist der Service von DHL Express in der EU nach wie vor möglich. Es kann jedoch aufgrund von lokalen Restriktionen in den einzelnen Ländern zu Laufzeitverzögerungen kommen. Aufgrund von regionalen Behördenbeschlüssen ist der Service in folgenden Gebieten bis auf Weiteres eingeschränkt oder gänzlich ausgesetzt:

Europa

  • Deutschland: Abholung und Zustellung nicht möglich in 06917 Jessen und Schweiniz
  • Frankreich: Service erfolgt in der Region Metz nur in Großstädten
  • Grönland: Abholung und Zustellung nicht möglich
  • Italien: Abholung und Zustellung nicht möglich in den Städten Nerola (00017), Contigliano (02043), Fondi (04022), Medicina (40059), Ariano Irpino (83031), Polla (84035), Sala Consilina (84036) , Atena Lucana (84030), Caggiano (84030), Auletta (84031), San Lucido (87038), Montebello Ionico (89064), Rogliano (87054), Santo Stefano di Rogliano (87056), Cutro (88842), Fabrizia (89823), Melito Porto Salvo (89063), Chiaravalle centrale (88064), Cenadi (88067), Torre di ruggiero (88060), Vallefiorita (88050), Soverato (88068), Villafrati (90030), Salemi (91018), Agira (94011), Troina (94018)
  • Österreich: Abholung und Zustellung nicht möglich in den Regionen Innsbruck (6450, 6452, 6456, 6458, 6553, 6555, 6561, 6562, 6563, 6580), Salzburg (5541, 5542, 5611, 5612, 5630, 5632, 5640, 5645, 5700, 5753), Vorarlberg (6710, 6762, 6763, 6764, 6767, 6888)
  • Portugal: Für Sendungen nach Madeira und auf die Azoren gelten Beschränkungen (45kg und 70cm Höhe)
  • Türkei: Samstagsabholung nicht möglich
  • Nord-Zypern: Service eingestellt

Afrika / Nahost

  • Ägypten: Nachmittagsabholung, Zustellung vor 9 Uhr und Zweitzustellung nicht möglich
  • Afghanistan: Abholung und Zustellung nur von kritischen Sendungen
  • Jordanien: Abholung und Zustellung nur von kritischen Sendungen
  • Angola: Abholung und Zustellung nur von kritischen Sendungen
  • Irak: Abholung und Zustellung nicht möglich
  • Guinea-Bissau: Service eingestellt
  • Komoren: Service eingestellt
  • Mauritius: Service eingestellt
  • Mayotte: Service eingestellt
  • Sao Tome und Principe: Service eingestellt
  • Seychellen: Service eingestellt
  • Somalia: Service eingestellt
  • Somaliland: Service eingestellt
  • Libyen: Service aus Libyen nicht möglich
  • Oman: Service eingestellt außer in: Barka, CBD (Central Business District), Hamrya, MBD, Mutrah, Quram, Ruwi, Wadi Adai, Wadi AL Kabir

Amerika / Karibik

  • Kuba: Service eingestellt
  • St. Eustatius: Service eingestellt
  • Venezuela: kein Import nach Venezuela möglich

Asien

  • Aserbaidschan: Service eingestellt bis zum 3. April
  • China: Service eingestellt in der Provinz Hubei (Wuhan)
  • Indien: Service eingestellt bis zum 14. April
  • Laos: Service eingestellt bis zum 19. April
  • Nepal: Abholung und Zustellung nicht möglich bis zum 7. April
  • Osttimor: Service eingestellt
  • Philippinen: Abholung und Zustellung nicht möglich in den Provinzen Quezon, Tondo, Espana, Caloocan, Mandaluyong, Cainta und Taytay bis zum 15. April
  • Sri Lanka: Service eingestellt (Ausnahme für Banken)

In vielen weiteren Ländern kann es dennoch zu Laufzeitverzögerungen kommen. Weltweit alle Laufzeitveränderungen finden Sie auf der Seite von DHL Express.

DHL Express weist außerdem darauf hin, dass Sendungen in öffentlichen Behörden und Gebäuden sowie Firmen aufgrund deren Schließung möglicherweise nicht zugestellt werden können. Des Weiteren hat DHL Express zum Schutz der eigenen Mitarbeiter und Kunden festgelegt, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, vorerst nicht im Einsatz für DHL Express sind. Auch wurden die Services „Nachname“ sowie „Abholung gegen Barzahlung“ ausgesetzt, um den Umgang mit Bargeld zu minimieren.

Beachten Sie: Emergency Situation Zuschlag zum 01. April 2020

Die massive Reduzierung der verfügbaren kommerziellen Luftfrachtkapazität und der Destinationen (aufgrund des Coronavirus) hat DHL Express zu mehr indirekten Routen und zum Kauf von zusätzlichem Frachtflugzeugkapazitäten veranlasst. Um die operative Kontinuität zu gewährleisten und die Welt weiterhin mit einem qualitativ hochwertigen Service zu versorgen, wird DHL Express folgende Notlagenzuschläge für internationale Sendungen (Time Definite International shipments) erheben:

  • Bis 2,5 kg: kein Zuschlag
  • 2,51 kg bis 30kg: 2,50 EUR
  • 30,1 kg – 70 kg: 15 EUR
  • 70.1kg – 300kg: 50 EUR
  • Über 300,1 kg: 200 EUR

Der Notlagenzuschlag gilt bis auf Weiteres ab dem 01. April 2020.

Quelle: DHL Express, 02.04.2020

Corona-Krise: Maßnahmen von Post

Maßnahmen von Österreichische Post – Auswirkungen des Coronavirus

Die Österreichische Post erfüllt national nach wie vor ihren Versorgungsauftrag und stellt auch in den Gebieten in Tirol und Kärnten, die unter Quarantäne stehen, kontaktlos zu.

Alle 400 Postfilialen, bis auf UNO City Wien, bleiben weiterhin geöffnet. Allerdings können Post Partner, die sich in stationären Geschäften befinden, geschlossen sein und die Lieferung so beeinträchtigen. Auch dürfen sich lediglich maximal 3 KundInnen gleichzeitig in der Filiale aufhalten.

Es wurde ein „Low-Contact“-Verfahren eingeführt: Die Post wird die Pakete jedoch weiterhin ausliefern, allerdings ohne Unterschrift.

Beim internationalen Brief- und Paketversand kommt es zu extremen Laufzeitverzögerungen bzw. zum gänzlichen Ausfall der Services. Zum Schutz der eigenen Kunden und Mitarbeiter ergreift die Österreichische Post drastische Maßnahmen und stoppt für 188 Länder weltweit gänzlich die Annahme von Briefsendungen und für 200 Länder weltweit die Annahme von Paketsendungen International.

PS: Die obigen Informationen mit den Maßnahmen entsprechen dem Stand vom 02.04.2020 und können sich minütlich ändern. Daher empfiehlt es sich, die Webseite der Österreichischen Post regelmäßig zu besuchen.

Quelle: Österreichische Post, 02.04.2020

Corona-Krise: Maßnahmen von GLS

Maßnahmen von GLS – Auswirkungen des Coronavirus

GLS versucht national dem Versorgungsauftrag nachzukommen und stellt bisher (mit wenigen Einschränkungen) die Abholung und Zustellung von Paketen sicher. Der Versanddienstleister bittet jedoch darum, im Vorfeld mit Empfängern zu klären, ob Sendungen angenommen werden können. Die Zustellung an Privatpersonen ist aktuell nicht gefährdet.

Pakete, die sich aktuell in aufgrund behördlicher Anweisung geschlossenen Paketshops befinden, verbleiben auch vorerst dort und können bis zur erneuten Öffnung nicht abgeholt werden.

Auch werden Regionen in Österreich beliefert (mit Einschränkungen), die in Quarantäne stehen. Der Versanddienstleister bittet jedoch darum, im Vorfeld mit Empfängern (gerade bei gewerblichen Sendungen) zu klären, ob Sendungen angenommen werden können.

Paketversand in Österreich

Kein Nachname-Service in ganz Tirol! Bitte beachten Sie, dass derzeit einige Regionen unter Quaratäne stehen. Alle PLZ Gebiete, die aktuell von Quarantäne Maßnahmen betroffen sind, werden dennoch mit Einschränkungen beliefert.

Diese Gebiete werden bis auf Weiteres jeden Dienstag beliefert:

  • St. Anton, St. Christoph und St.Jakob – 6580
  • Tobadill – 6552
  • See – 6553
  • Kappl – 6555
  • Ischgl – 6561
  • Mathon – 6562
  • Galtür – 6563

In folgende Gebiete kann aufgrund der aktuellen Quarantänebestimmungen bis voraussichtlich 03.04.2020 nicht zugestellt werden:

  • Sölden und Zwiselstein – 6450
  • Hochsölden 6452
  • Obergurgl und Hochgurgl – 6456
  • Vent – 6458

Zur Zeit ist der Service von Nachnahmepaketen in ganz Tirol ausgesetzt.

Wenn Empfangsstellen geschlossen sind, werden in der aktuellen Situation Pakete zeitnah an den Versender kostenpflichtig retourniert.

International kann es aufgrund von Grenzkontrollen zu Wartezeiten und zu Laufzeitverzögerungen kommen, insbesondere beim Versand nach Ungarn und in die Schweiz.

Internationaler Warenversand

Der Export und Import Ihrer Paketsendungen ist weiterhin möglich. GLS bittet darum, im Vorfeld mit Ihren Empfängern in den jeweiligen Ländern zu klären, ob Sendungen angenommen werden können. Wenn Empfangsstellen geschlossen sind, werden in der aktuellen Situation Pakete zeitnah an den Versender retourniert.

GLS weist außerdem daraufhin, dass aufgrund von Beschränkungen durch gesperrte Postleitzahlgebiete Zustellungen und Abholungen in folgenden Ländern / PLZ-Gebieten nicht möglich ist bzw. eingeschränkt:

  • Belgien: Keine Annahme von Sendungen mit einem Gewicht über 30kg
  • Luxemburg: Keine Annahme von Sendungen mit einem Gewicht über 30kg
  • Schweiz: Keine Annahme von Sendungen mit einem Gewicht über 30kg sowie Größenbeschränkung auf max. 150x80x60 cm je Paket
  • Tschechien: alle Paketshops sind geschlossen
  • Deutschland: Zustellung und Abholung nicht möglich in 06917 Jessen
  • Spanien: Zustellung und Abholung nicht möglich im PLZ-Gebiet 10900, Zustellung an Paketshops nicht möglich
  • Finnland: Zustellung und Abholung nicht möglich in der Provinz Uusimaa
  • Frankreich: alle Mondial Relay Paketshops sind geschlossen, Zustellung erfolgt nur noch von Montag bis Donnerstag, Zustellung und Abholung nicht möglich in folgenden PLZ-Gebieten: 57230, 57370, 57410, 57620, 57720, 57820, 57850, 57960, 67000 bis 67999, 68000, 68010, 68020, 68030, 68040, 68630, 68980
  • Großbritannien: Keine Annahme von Sendungen mit einem Gewicht über 30kg, kein zweiter Zustellversuch
  • Kroatien: Zustellung und Abholung nicht möglich in den PLZ-Gebieten 22243 bis 22244 (Murter, Betina)
  • Ungarn: 150 Paketshops sind geschlossen
  • Italien: Zustellung und Abholung nicht möglich in den PLZ-Gebieten 00100 bis 00199 (Ardeatina), 02100 bis 02199 (Rieti), 04000 bis 04999 (Latina), 05100 bis 05199 (Terni), 07000 bis 07100 (Sassari) 10000 bis 10100 (Trofarello), 20000 bis 20100 (Milano), 23800 bis 23900 (Lecco), 24000 bis 24100 (Bergamo), 25000 bis 25100 (Brescia), 26000 bis 26100 (Cremona), 37000 bis 37100 (Verona), 39000 bis 39100 (Bressanone), 42000 bis 42100 (Reggio Emilia), 46000 bis 46100 (Mantova), 57000 bis 57100 (Livorno), 64000 bis 64999 (Teramo), 65000 bis 65100 (Pescara), 83000 bis 83100 (Benevento), 84000 bis 89100 (Salerno, Potenza, Campobasso, Cosenza, Catanzaro, Isernia, Regio Calabria)
  • Portugal: Zustellung und Abholung nicht möglich in den PLZ-Gebieten 3880 (Ovar), 3885 (Esmoriz)
  • Rumänien: Einschränkungen bei Lieferungen im Donaudelta: nur montags, mittwochs und freitags möglich.
  • Slowakei: Zustellung an Paketshops nicht möglich

Informationen zu Paketshop-Paketen

Pakete, die sich bereits im Paketshop befinden, können unter Berücksichtigung der individuellen Öffnungszeiten abgeholt werden. Sollte ein Paketshop aufgrund behördlicher Anweisung geschlossen sein, bittet GLS um Verständnis, dass das Paket zur Zeit leider nicht abgeholt werden kann und bis zur erneuten Öffnung dort verbleibt.

Quelle: GLS, 02.04.2020

Corona-Krise: Maßnahmen von DPD

Maßnahmen von DPD – Auswirkungen des Coronavirus

Grundsätzlich führt DPD die Zustellung und Abholung von Paketen überall dort durch, wo es behördlich nicht untersagt ist. Falls es Einschränkungen bei der persönlichen Paketübergabe geben sollte, rät DPD dazu, eine Abstellgenehmigung zu erteilen. So können Ihre Pakete ohne persönlichen Kontakt zugestellt werden. In einigen Postleitzahl-Gebieten in Österreich können nur noch essentielle Sendungen wie beispielsweise medizinische Produkte, Arzneien o.ä. versendet und empfangen werden.

Des Weiteren rät DPD dazu, ausschließlich Sendungen aufzugeben, bei denen eine Warenübernahme sichergestellt ist.

Bitte beachten Sie: Nicht zustellbare Sendungen werden ausnahmslos retourniert, da DPD nur beschränkte Lagerkapazitäten hat.

Informationen zu Pickup Paketshops und Paketshop-Paketen: DPD weist auch darauf hin, dass Pakete von Shops, die derzeit geschlossen bleiben müssen, nicht abgeholt werden können und bis zur erneuten Öffnung dort verbleiben. Die Lagerfrist wird dann über die neuerliche Öffnung hinaus verlängert. Wichtig: Für Pakete, die sich bereits im Paketshop befinden, können aus systemtechnischen Gründen keine erneuten Zustellungen an den Empfänger erfolgen.

Generell rät der Paketdienst, vom Paketversand in gesperrte Gebiete Abstand zu nehmen, um das System für lebenswichtige Sendungen frei zu halten. Trotz der Quarantäne des Landes Tirol stellt DPD nach wie vor aufgrund der Rolle als kritischer Versorger uneingeschränkt zu.

Beim internationalen Paketversand kann es insbesondere an den Grenzen zu Deutschland, Ungarn, Slowenien und Polen zu langen Wartezeiten kommen. Folgende Postleitzahlen sind in einigen Ländern (Italien, Bulgarien, Kroatien, Portugal und Griechenland) gänzlich gesperrt: Internationale Liefersperren.

Zum Schutz der eigenen Mitarbeiter und Kunden hat DPD zudem folgende Präventionsmaßnahmen getroffen:

  • Laufender Informationsaustausch mit internationalen Partnern über die jeweilige Entwicklung von nationalen Sperrzonen und Beförderungshindernissen
  • Zugangsbeschränkungen auf dem Firmen-Gelände bzw. beim Zutritt zu Gebäuden
  • Räumliche Aufteilung des Personals
  • Reduktion/Absage von Meetings und Reiseeinschränkungen
  • Laufende Updates über die Entwicklungen auf der DPD-Website
  • Einrichtung einer Service-E-Mail-Adresse infocenter@dpd.at

Quelle: DPD, 02.04.2020

Corona-Krise: Maßnahmen von Sendcloud

Auswirkungen der Corona-Krise auf Sendcloud

Unsere höchste Priorität ist die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter und deren Familien. Darüber hinaus haben wir die Verantwortung, unsere Gesellschaft und diejenigen, die besonders gefährdet sind, aber auch medizinische Einrichtungen zu unterstützen und zu schützen.

Daher haben wir uns dazu entschieden, unsere Büros (sowohl in Eindhoven als auch in München) ab dem 16. März bis auf Weiteres zu schließen und von zu Hause aus zu arbeiten. Wir stellen unseren Mitarbeitern die notwendigen Ressourcen zur Verfügung, damit diese ihre Arbeit auch aus der Ferne erledigen können.

Darüberhinaus werden alle nationalen und internationalen Reisen sowie persönliche Meetings, Kundenbesuche und Veranstaltungen ausgesetzt. Wo möglich, werden diese durch Telefon- und Videokonferenzen ersetzt, um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten.

Die E-Commerce-Community hält zusammen

Transparenz ist eines der wichtigsten Merkmale, die der Verbraucher von heute bei einem Onlineshop sucht. Seien Sie offen, transparent und gehen Sie proaktiv auf die Frustrationen und Ängste Ihrer Kunden ein.

Kommunizieren Sie rechtzeitig mögliche Lieferverzögerungen sowie nicht vorrätige Produkte, um den Ruf Ihres Onlineshops zu unterstützen und die Kundenbindung zu fördern.

Informieren Sie Ihre Kunden auch über den von Ihnen eingeführten Coronavirus-Schutz. Ziehen Sie darüber hinaus in Betracht, Ihre Mitarbeiter zusätzlich zu schulen, damit sie alle Anfragen mit angemessener Sensibilität bearbeiten können.

Sendcloud ist für Sie da

Wenn Sie in diesen unsicheren Zeiten noch Fragen zur aktuellen Situation haben, zögern Sie bitte nicht, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Wir von Sendcloud sind für Sie da!

Melden Sie sich mit Ihrem Onlineshop gleich kostenlos bei uns an und werden Sie Teil einer 15.000-köpfigen E-Commerce-Community, die wir auch in dieser schwierigen Corona-Krise Tag für Tag bei ihrem frustrierendsten Prozess des Onlinehandels unterstützen: dem Versand. 

Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam schaffen wir das!

Corona-Krise Österreich: Sendcloud ist für Sie da

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